ThyssenKrupp baut Rüstungsgeschäft aus

Airbus verkauft seine Anteile am Marinetechnikspezialisten Atlas Elektronik an den deutschen Industriekonzern Thyssenkrupp.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp baut mit der Komplettübernahme des Marinetechnikspezialisten Atlas Elektronik sein Rüstungsgeschäft aus. Das Unternehmen erwerbe die restlichen 49 Prozent der Anteile von Airbus, teilte Thyssenkrupp am Donnerstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Airbus hatte angekündigt, sich in seiner Verteidigungssparte auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und sich von Randbeteiligungen zu trennen. Thyssenkrupp baut seiner Sparte Marine Systems bereits U-Boote und Kriegsschiffe.

"Durch die vollständige Übernahme ist eine noch engere Kooperation zwischen Atlas Elektronik und Thyssenkrupp Marine Systems möglich, zum Beispiel bei der Produktentwicklung", erklärte der größte deutsche Stahlkonzern. Atlas Elektronik sei im Bereich Sonar seit vielen Jahren ein wichtiger Partner. Die technologischen Fähigkeiten seien für viele Kunden entscheidend bei der Auswahl der Lieferanten und von strategischer Bedeutung bei vielen laufenden Marineaufträge weltweit.

Atlas Elektronik hat seinen Hauptsitz in Bremen. Das Unternehmen ist auf Sonar, Torpedos, Marineelektronik und unbemannte Unterwassersysteme spezialisiert. Der Konzern mit weltweit rund 2100 Mitarbeitern erzielte 2015 einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro.

(Reuters)

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