Paketdienst hilft Österreichs Post auf die Sprünge

Drei Jahre hat die Post Zeit, Ersatz für die Bawag als Bank-Partner zu finden. Im Paketbereich profitiert das Unternehmen von einem dynamischen Marktwachstum.

Post-Chef Georg Pölzl
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Post-Chef Georg Pölzl
Post-Chef Georg Pölzl – APA

Mit 31. Dezember 2020 endet die Kooperationsvereinbarung der Österreichischen Post mit der Bawag PSK. "Wir sehen das Finanzdienstleistungsgeschäft weiterhin als wichtigen Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit, da es eine sinnvolle und effiziente Ergänzung zum Postdienstleistungsangebot darstellt", sagte Post-Chef Georg Pölzl am Mittwoch bei Vorlage der Neunmonatszahlen und kündigte an, dass derzeit strategische Optionen und potenzielle Partnerschaften im Finanzdienstleistungsgeschäft evalutiert werden. Details nannte er nicht.

Das Geschäft der Post ist stabil. Der Umsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 2,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Leichte Rückgänge im Briefgeschäft von 2,2 Prozent wurden durch Zuwächse im Paketbereich um 17,8 Prozent überkompensiert. Das operative Ergebnis konnte um 3,3 Prozent auf 139,9 Millionen Euro verbesserte werden. Der Periodengewinn stieg um 5,4 Prozent auf 105,9 Millionen Euro oder 1,57 Euro je Aktie. Im dritten Quartal wurden 29,7 Millionen Euro verdient, womit die Erwartungen der Analysten erfüllt wurden.

Die solide Entwicklung sollte es der Post ermöglichen, ihrer klaren Kapitalmarktpositionierung als verlässlicher Dividendentitel treu zu bleiben. Für  das Gesamtjahr wird eine leicht positive Umsatzentwicklung und  ein operatives Ergebnis erwartet, das zumindest auf dem Niveau des Vorjahres liegen sollte. Auch für das Jahr 2018 wird Stabilität hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung angepeilt.

 

Ziel: Doppelte Paket-Kapazität

Die Österreichische Post ist unangefochtener Marktführer in der Zustellung von Briefen, Werbesendungen und Paketen.  Im Paketbereich profitiert das Unternehmen von einem dynamischen Marktwachstum. Die damit verbundene Wettbewerbsintensität und der Preisdruck werden weiterhin hoch bleiben, gleichzeitig steigen die Kundenanforderungen hinsichtlich Qualität und Zustellgeschwindigkeit, heißt es. So werde die Ausweitung des Serviceangebots mit Selbstbedienungs- und Online-Lösungen, die den Paketversand und -empfang noch einfacher und bequemer machen, kontinuierlich vorangetrieben. Beispielsweise soll die Anzahl an Selbstbedienungs-Lösungen mittelfristig mehr als verdoppelt werden. Post-Chef Pölzl: "Um das stark wachsende Paketvolumen auch in Zukunft zu meistern, bereiten wir ein österreichweites Kapazitätserweiterungsprogramm vor. Mittelfristig soll die Sortierleistung auf 100.000 Pakete pro Stunde mehr als verdoppelt werden."

(APA)

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