Fußball: Österreich muss auf Kapitän Janko verzichten

Marc Janko frustriert
Marc Janko frustriert(c) GEPA pictures (Gepa Pictures/ Oskar Hoeher)
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Stürmer Marc Janko wird das Testspiel am Mittwoch gegen die Schweiz wegen einer Museklverletzung im Oberschenkel verpassen. Für ihn wird Christian Fuchs die Schleife tragen.

Auf Österreichs Fußball-Nationalteam wartet am Mittwoch der letzte Test vor der Qualifikation für die EM 2012. "Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Denn wir werden sehen, wo wir unmittelbar vor der Quali stehen", meinte Verteidiger Ekrem Dag vor der Partie gegen die Schweiz im Klagenfurter Wörthersee-Stadion (20.30 Uhr/live ORF 1).

Bei der Generalprobe nicht mitwirken wird Kapitän Marc Janko. Der Stürmer vom niederländischen Meister Twente Enschede laboriert an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel. Die endgültige Gewissheit, dass Janko nicht topfit ist, bekam Teamchef Dietmar Constantini am Dienstag im Abschlusstraining. Statt Janko wird Christian Fuchs die Kapitänsbinde tragen.

"Mit 60 Prozent macht es keinen Sinn"

"Es macht keinen Sinn, mit 60 Prozent ein Länderspiel zu bestreiten. Außerdem könnte bei jedem schnelleren Schritt eine größere Verletzung passieren", erklärte Janko, der nach Rücksprache mit Twente dennoch das Match live im Stadion mitverfolgen möchte.

Im Tor wird Christian Gratzei sein viertes Länderspiel bestreiten. Jürgen Macho ist mit der gleichen Verletzung wie Janko außer Gefecht gesetzt, Michael Gspurning wird ebenfalls nicht voll fit (Muskelprobleme im Rücken) erster Ersatzmann sein.

Constantini hofft im elften Ländermatch seiner Ära "auf einen positiven Spielverlauf". "Und wir wollen die Offensive der Schweizer in Schach halten und selbst Tore erzielen", umriss der Tiroler den recht simpel klingenden Plan. Von einem Freundschaftsspiel will Constantini nichts wissen. "Wir haben in jedem Spiel die Pflicht, dass wir schauen, dass wir gewinnen."

"Ich gehe davon aus, dass die Schweiz selbstbewusst auftreten wird und das Spiel machen will", erklärte Constantini. Über die zuletzt eher zahnlose Offensive der Eidgenossen wollte sich der Tiroler nicht näher äußern: "Wir Österreicher sind nicht in der Situation, dass wir die Fehler der Schweizer suchen sollten. Wir sollten ihnen Respekt entgegenbringen."

Respekt hat Constantini vor allem vor dem Schweizer Teamchef Ottmar Hitzfeld. "Von einem Mann wie Hitzfeld kann man immer lernen. Er hat alles gewonnen. Hitzfeld ist ein Top-Mann und ein guter Typ." Türkei-Legionär Dag ist sich sicher, "dass das Level der Schweizer nicht viel höher als unseres ist". Deutschland-Export Ümit Korkmaz forderte vollen Einsatz. "Wir müssen beißen und kämpfen, aber auch guten Fußball spielen."

Bis Dienstagnachmittag waren 12.500 Tickets verkauft, der ÖFB rechnet mit zumindest 15.000 Zuschauern. Am Dienstagabend stand für Constantini in Klagenfurt ein Meeting mit den Trainern und Sportdirektoren der Bundesliga-Vereine auf dem Programm. "Ich hätte gerne mehr Zeit mit dem Team. Wir werden die Möglichkeiten ausdiskutieren", erklärte Constantini vor dem Treffen, bei er im Idealfall ein zusätzliches Länderspiel inklusive einwöchiger Vorbereitung herausholen möchte. In der Vorbereitung aufs erste Quali-Match am 7. September in Salzburg gegen Kasachstan werden die Österreicher noch ein Match gegen einen unterklassigen heimischen Vertreter absolvieren. Gegner und Termin sind noch offen.

(APA)

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