Background Image
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  4 / 16 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 4 / 16 Next Page
Page Background

4 Land am Strom

Österreich

und die

E-Wirtschaft

Die heimischen

Elektrizitätsunternehmen stellen

nicht nur einen maßgeblichen

Wirtschaftsfaktor dar – sie

engagieren sich auch im

Umweltschutz und auf dem Feld

der Innovationen.

Weniger Emissionen

Die EU hat sich zu einer Senkung der Treib-

hausgasemissionen bis 2020 imVergleich zu

2005 um 20 Prozent verpflichtet. Nach mehr-

jährigemAbwärtstrend sind die Treibhausgas-

emissionen in Österreich allerdings von 2014

auf 2015 um 3,2 Prozent gestiegen und liegen

bei 78,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent, so die

Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes

für das Jahr 2015. Zurückzuführen ist der

Anstieg von rund 2,5 Mio. Tonnen imVergleich

zu 2014 unter anderem auf die größere Kälte

und einen Mehrverbrauch an fossilem Treib-

stoff. Die Emissionen liegen immer noch unter

den festgelegten Obergrenzen, aber es braucht

zusätzliche Anstrengungen.

Elektrisch unterwegs

Die Elektromobilität ist der österreichischen

E-Wirtschaft ein großes Anliegen. Einen

wichtigen Meilenstein setzen Österreichs

Energieversorger mit der Vernetzung der

kundenfreundlichen Ladeinfrastruktur. Ab

April 2017 steht allen E-Mobilisten das mit

Abstand größte flächendeckende Ladenetz für

E-Mobilität in Österreich offen. Das Ladenetz

umfasst 1300 öffentliche Ladepunkte zwischen

Wien und Bregenz; bis Ende 2017 werden es

2000 sein. Jeder zweite Österreicher kann sich

vorstellen, demnächst ein E-Auto zu kaufen.

10.000 E-Fahrzeuge fahren in Österreich

bereits rein elektrisch. Mit dem E-Mobilitäts-

paket von Verkehrsministerium und Umwelt-

ministerium können zusätzlich 16.000 E-Autos

auf Österreichs Straßen gebracht werden.

2016 wurden in Österreich 3826 rein elektrisch

angetriebene Fahrzeuge neu zugelassen; das

entspricht einemPlus von 128,1 Prozent im

Vergleich zu 2015.

Investieren in Erneuerbare

Österreichs E-Wirtschaft weist in ihrer aktuellen

Kraftwerksliste konkrete Vorhaben für einen

Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren

Energien imAusmaß von 5,5 Terawattstunden

(TWh) und Konzepte für weitere 3,1 TWh aus.

Das entspricht einer Erhöhung der erneuer-

baren Stromproduktion im Inland ummehr als

zehn Prozent. Insgesamt soll laut der Strom-

strategie „Empowering Austria“, die seitens

der österreichischen E-Wirtschaft erarbeitet

wurde, die Stromproduktion aus erneuerbaren

Energien bis 2030 um 20 TWh gesteigert

werden.

Stromaus erneuerbarer Energie

Derzeit stammen rund drei Viertel des heimi-

schen Stroms aus erneuerbarer Energie. Der

größte Anteil entfällt auf Wasserkraft, bereits 15

Prozent kommen aus Wind und Photovoltaik.

Thermische Kraftwerke lieferten 22 Prozent des

Stroms.

Gewässerschutz

Die österreichische E-Wirtschaft hat in den

Jahren 2009 bis 2015 133 Maßnahmen im

Rahmen des Nationalen Gewässerbewirt-

schaftungsplans (NGP) umgesetzt. Das dafür

getätigte Investitionsvolumen betrug rund

190 Mio. Euro, wobei etwa 20 Prozent der

Maßnahmen öffentlich gefördert wurden. 68

Prozent der Maßnahmen dienten der Fisch-

durchgängigkeit von gestauten Gewässern,

19 Prozent der Verbesserung der Morphologie.

Bei 13 Prozent der Maßnahmen kam es

zur Erhöhung der Restwasserdotierung. 27

Projekte entfielen auf die Donau, fünf Projekte

auf die Ill, sieben Projekte auf den Inn, 19

Projekte auf die Drau, 36 Projekte auf die Mur,

19 Projekte auf die Salzach, zwölf Projekte auf

die Traun und acht Projekte auf die Enns.

Umwelt schützen