"Verheerende Optik": Rote Kritik an Cap-Gage

Cap wird künftig in etwa die selbe Gage beziehen wie als Fraktionschef. SPÖ-intern regt sich Kritik: Es sei das "falsche Signal zur falschen Zeit".

Verheerende Optik Rote Kritik
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Der ehemalige SPÖ-Klubchef Josef Cap. – (c) Michaela Bruckberger

Josef Cap ist seinen Posten als SPÖ-Klubobmann los, bezieht künftig aber in etwa die selbe Gage wie bisher. geschuldet ist dies seinen neuen Posten als Vize-Klubchef und geschäftsführender Präsident des Renner Instituts, der politischen Akademie der SPÖ. Diese, extra für ihn geschaffene Stelle, sorgt seit Tagen für Kritik - auch innerhalb der Partei. In der Freitagausgabe des "Kurier" fand nun Vorarlbergs SP-Chef Michael Ritsch deutliche Worte: "Mir gefällt das überhaupt nicht."

Dass Cap weiterhin auf insgesamt 14.000 Euro Gage kommen soll, sei eine "verheerende Optik", kritisierte Ritsch. Zudem sei dies "nicht innerparteilich abgestimmt" worden. Er selbst habe aus den Medien davon erfahren und bis jetzt "kein gutes Argument dafür gehört".

Die Diskussion um Caps hohes Gehalt schade jedenfalls der Partei. "Cap wird privat und finanziell in der Situation sein, dass er mit seinem Nationalratsbezug auskommen kann", meinte der Vorarlberger Landesparteichef.

"Falsches Signal zur falschen Zeit"

SJ-Chef Wolfgang Moitzi hatte bereits angekündigt, die Gehaltsaufzahlung durch das Renner Institut im Bundesvorstand in zwei Wochen zur Sprache bringen zu wollen. Auch Max Lercher, steirischer Landtagsabgeordneter und Koordinator für die Reform der steirischen SPÖ, erkannte "ein absolut falsches Signal zur falschen Zeit". Gegenüber den "Salzburger Nachrichten" betonte er die Notwendigkeit von Reformen und lehnte Postenschacher ab.

(Red./APA)

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