Burschenschaft Olympia verliert FPÖ-Mitglied

Der Nationalratsabgeordnete Harald Stefan verlässt die als rechtsextrem geltende Burschenschaft Olympia Wien. Er hatte den Auftritt des NPD-Politikers Udo Voigt bei der Olympia kritisiert. Tragende FPÖ-Politiker sind Mitglieder der Verbindung.

PK - DEMOKRATIEREFORM: STEFAN
PK - DEMOKRATIEREFORM: STEFAN
Harald Stefan verlässt die Olympia. (Archivbild) – APA/HERBERT NEUBAUER

Parlamentsabgeordneter Harald Stefan (FPÖ) ist aus der Burschenschaft Olympia ausgetreten. Stefan bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht des "Kurier". Nicht kommentieren wollte er Mutmaßungen, er sei wegen des Auftritts des rechtsextremen deutschen EU-Abgeordneten Udo Voigt bei der Burschenschaft im April ausgetreten - der Grund für den Austritt sei "Privatsache".

Dezidiert keine Abkehr von Burschenschaften

Der Klubdirektor der FPÖ, Norbert Nemeth, und der Abgeordnete Martin Graf sind ebenfalls Mitglieder der Olympia. Alle drei hatten sich im April vom Auftritt Voigts, der für die rechtsextreme NPD im EU-Parlament sitzt, distanziert. Sein Austritt bedeute aber nicht, dass er sich generell von den Burschenschaften abwende, betonte Stefan, denn er sei nach wie vor Mitglied einer schlagenden Mittelschülerverbindung.

>> Dossier: Burschenschaften in Österreich

Die Burschenschaft Olympia wird vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes als rechtsextrem eingestuft. Der österreichische Publizist Hans-Henning Scharsach schreibt in seinem Burschenschafter-Buch "Stille Machtergreifung", keine der österreichischen Burschenschaften trage ihre Verwurzelung in den Traditionen des Nationalsozialismus so offen zur Schau wie die Wiener Olympia.

FPÖ: Die Burschenschafter im Nationalrat

 

(APA)

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