Zwischen Hass und Halloumi: Im Netzwerk der Identitären

Identitären-Chef Martin Sellner wird vorgeworfen, Teil einer terroristischen, rechtsextremen Gruppierung zu sein. So sieht er gar nicht aus. Wie sich die Neue Rechte als Popkultur-Phänomen neu erfindet, warum sich nationalistische Gruppierungen international vernetzen – und wie dies in Richtung Politik funktioniert.

Im Türkenschanzpark: Martin Sellner am Freitag dieser Woche, nachdem die in einem Café geplante Pressekonferenz nicht stattfinden konnte, weil der Wirt das Lokal zuvor zugesperrt hatte.
Im Türkenschanzpark: Martin Sellner am Freitag dieser Woche, nachdem die in einem Café geplante Pressekonferenz nicht stattfinden konnte, weil der Wirt das Lokal zuvor zugesperrt hatte.
Im Türkenschanzpark: Martin Sellner am Freitag dieser Woche, nachdem die in einem Café geplante Pressekonferenz nicht stattfinden konnte, weil der Wirt das Lokal zuvor zugesperrt hatte. – Die Presse/Daniel Novotny

Adrette Frisur, hippe Kleidung, verschmitztes Lächeln, gewählte Worte. So tritt der 30-jährige Martin Sellner, Chef der Identitären, gemeinhin auf, wenn er mit Medien spricht oder sich mit Videobotschaften an seine Fans wendet. Diese Woche wirkte er aber ein wenig aufgeregter. Er sprach von Ungerechtigkeiten und der Repression, die er momentan erdulden müsse.

Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt zum wiederholten Male gegen ihn und seine Bewegung. Dieses Mal wegen des Verdachts der Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung. Auf das Privatkonto Sellners ging Anfang 2018 eine Spende von 1500 Euro ein. Sie stammt von jenem rechtsextremen Terroristen, der 50 Muslime im neuseeländischen Christchurch erschossen hat.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.03.2019)

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