Hannes Aigelsreiter ist neuer ORF-Radio-Chefredakteur

24.05.2012 | 11:51 |   (DiePresse.com)

Der bisherige Radio-Innenpolitikchef übernimmt die Chefredaktion mit 1. Juni. Der 48-Jährige galt als Favorit auf den ausgeschriebenen Posten.

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Der neue ORF-Radio-Chefredakteur wird erwartungsgemäßg Hannes Aigelsreiter. Der 48-jährige bisherige Radio-Innenpolitikchef wurde von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz auf Vorschlag von Hörfunkdirektor Karl Amon bestellt. Das teilte der ORF am Donnerstag in einer Aussendung mit. Aigelsreiter übernimmt die Chefredaktion mit 1. Juni. Auch eine Frau wurde am Donnerstag vom Generaldirektor befördert: Die 34-jährige Barbara Daser übernimmt die Ressortleitung "Aktuelle Wissenschaft" der Radioredaktion "Wissenschaft, Bildung, Gesellschaft".

Aigelsreiter galt seit langem als Favorit für die Position des Chefredakteurs. Bereits bei einem Hearing im Jahr 2010 war er nicht nur Favorit der ÖVP sondern vor allem auch der Radio-Redakteure. Damals wurde ihm allerdings Stefan Ströbitzer, bis dahin  Infochef von ORF 2, vorgezogen. Nachdem Ströbitzer im Februar dieses Jahres ins Fernsehen zurückkehrte, um die neue ORF-Abteilung "Programminnovation und Qualitätsmanagement" zu übernehmen, konnte sich Aigelsreiter erneut gute Chancen auf die Stelle ausrechnen. Aigelsreiters Bestellung zum Radio-Chefredakteur galt auch als bürgerlicher Personalwunsch rund um die Wiederwahl von Generaldirektor Wrabetz.

"Mit Hannes Aigelsreiter übernimmt einer der anerkanntesten Journalisten des ORF die Leitung einer der wichtigsten und erfolgreichsten Redaktionen des Hauses", so Wrabtz in der Aussendung. Mit Aigelsreiter werde die Radioinformation als Säule des österreichischen Qualitätsjournalismus ihren erfolgreichen Weg erfolgreich fortsetzen. Auch Amon streute dem designierten Chefredakteur Rosen, er sei "sowohl Garant für die Absicherung der hervorragenden Qualität der ORF-Radio-Information als auch für den weiteren Ausbau der Informationskompetenz".

Aigelsreiter selbst bezeichnete es als seine wichtigste Aufgabe, "unabhängigen und glaubwürdigen Radio-Qualitätsjournalismus mit den besten Journalist/innen dieses Landes täglich sicher zu stellen und weiter zu entwickeln". Der Niederösterreicher wurde am 16. April 1964 in Lilienfeld geboren und ist seit 1989 beim ORF, wo er als Reporter und Redakteur im ORF Landesstudio Niederösterreich begann. Sechs Jahre später wechselte er als Fernsehreporter zu "Willkommen Österreich" und kam 1997 ins Ressort der Radio-Innenpolitik. 2002 wurde er zum Innenpolitik-Ressortleiter der Radio-Hauptabteilung "Information" bestellt, im Jahr 2011 war er als Ö1-Infochef für die Radio-Journale verantwortlich.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: b754
24.05.2012 14:07
0 0

hauptsache das parteibuch stimmt


Gast: GFE
24.05.2012 13:59
0 0

Rotfunk

Auch wenns a schwarzer ist, den Rotgrünfunk wird er nicht drehen können.
Kein Zwangsgebührenzahler.
Da Sie uns in Ihrer E-Mail mitteilen, dass Sie kein ORF empfangen können, möchten wir Sie über die Gesetzesänderung informieren.
Der Beschluss des Nationalrates vom 7.12.2011 zur Änderung des ORF Gesetzes besagt, dass ein Rundfunkteilnehmer zur Zahlung des Programmentgelts verpflichtet ist, wenn sein Standort mit den ORF-Programmen terrestrisch versorgt (analog oder digital via DVB-T) ist.
Mit anderen Worten: wenn an einem Standort die prinzipielle Empfangsmöglichkeit besteht, muss das ORF -Programmentgelt entrichtet werden, unabhängig davon, ob ein Teilnehmer eine ORF-Digitalkarte für seinen Satelliten oder einen DVB-T Tuner hat. Also auch, wer keine Digital-Karte in seinem Satellitenreceiver hat, muss 1.1.2012 wieder das Programmentgelt entrichten.
Bitte beachten Sie, dass nur eine endgültige Entfernung der betriebsbereiten Fernsehempfangseinrichtungen Sie von den Fernsehgebühren entbindet. Wenn dies erfolgt ist senden Sie das ausgefüllte Abmelde Formular an .. Leckts mi am Or

Kann man nun hoffen,

dass das Ö1-Mittagsjournal endlich politisch neutral berichtet? Bisher war dem nicht so. Da spiegelten sich die Farben grasgrün und feuerrot in lustiger Abwechslung. Auch die Damen, die das Journal moderieren, können einen gewissen Rot/Grün-Hang nicht verbergen. Und erst das Journal Panorama, "rot/grüner" gehts nicht mehr. Wird das jetzt anders? Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. MfG, ein genervter Zwagsgebührenzahler.

Antworten Gast: Gandalf
24.05.2012 14:10
3 0

Re: Kann man nun hoffen,

Ja, werter Pilatus, es wäre sehr zu hoffen, dass sich mit der Bestellung von Herrn Aigelsreiter etwas zum besseren wenden sollte. Leider wird das nicht geschehen, denn die Moderatoren sind durchwegs rot/grün (klein)kariert, und gegen das Redakteursstatut kann sich auch ein gescheiter und tüchtiger Chefredakteur kaum durchsetzen. Und was das "Journal - Panorama betrifft: Da schalte ich schon seit Jahren auf Radio Stephansdom um, auch wenn es dort genau um diese Sendezeit ein bisserl zu heilig wird....

Re: Re: Kann man nun hoffen,

@Gandalf: Normaler Weise höre ich (als Rentner habe ich Zeit dazu) über Sat NDR-Kultur, RBB-Kultur oder auch HR 2 und MDR-Figaro. Nur mittags gehe ich auf Ö1 und auch um 18:30, denn man möchte doch wissen, was sich in unserem Land und anderswo so tut. Doch die ORF-Berichterstattung wird immer schlechter. Jetzt reicht es mir und ich kaufe für die Küche ein WLAN-Radio. Dann kann ich auch dort Sender empfangen, die mir nicht den Appetit verderben.

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