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Der Kapitalismus, eine friedensstiftende Kraft

29.06.2012 | 18:46 |  Von unserem Mitarbeiter PATRICK SPÄT (Die Presse)

Der kanadische Psychologe und Linguist Steven Pinker sieht die Welt am richtigen Weg, kritisiert das libertäre Erbe der 68er und fordert mehr Disziplin.

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Die Presse: Herr Pinker, Sie behaupten: Je besser es uns geht, desto mehr nimmt die Gewalt ab. Hat also der Kapitalismus die Welt gerettet?

Steven Pinker: Der Kapitalismus ist eine friedensstiftende Kraft. Einerseits, weil er Wohlstand bringt und somit Mittel freisetzt, um die Gewalt einzudämmen – einen guten Polizeiapparat, eine funktionierende Justiz und Bildung. Andererseits ist der Kapitalismus darauf angewiesen, dass wir kooperieren, denn wir müssen schauen, was unsere Kunden wollen, um es ihnen zu verkaufen. Und im Kapitalismus sind lebende Menschen wertvoller als tote, weil nur Lebende kaufen und verkaufen können. Viele Studien zeigen, dass Länder mit freien Märkten in weniger Kriege verwickelt sind. Nehmen wir China, das noch nicht wirklich demokratisch ist: Als sich China in den 1980er-Jahren von einem autoritären kommunistischen zu einem militaristischen kapitalistischen Staat gewandelt hat, brachte es weit weniger seiner eigenen Staatsbürger um – und hat seitdem keinen Krieg mehr angefacht. Es gibt also eine starke Verbindung zwischen Kapitalismus und Frieden.

Gute Presse
Die Presse will mit dieser Sonderausgabe einmal bewusst im Positivem tun, was wir immer unbewusst im Negativem tun: das andere ausblenden.

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Welche Rolle spielt dabei die Religion?

Größtenteils eine negative. Denken wir nur an die Massenmorde der Kreuzzüge, die europäischen Religionskriege und den Taiping-Aufstand (Mitte des 19. Jahrhunderts in China, Anm. d. Red.), der zum schlimmsten Bürgerkrieg der Geschichte geführt hat. Viele religiöse Autoritäten haben sich mit Händen und Füßen gegen die humanistischen Reformen der Aufklärung gewehrt, auch gegen die Abschaffung der Folter. Religionen – zumindest das Christentum – haben sich für die Misshandlung von Tieren stark gemacht, weil sie angeblich zum Nutzen des Menschen geschaffen wurden. Sie haben sogar das Schlagen von Kindern gerechtfertigt, weil einigen Glaubensvorstellungen zufolge Kinder vom Teufel besessen sind – und man das Böse aus ihnen prügeln muss. Doch auch Religionen wandeln sich und seit der Aufklärung sind die meisten humaner geworden.

Stichwort Aufklärung: Glauben Sie, dass Philosophen wie John Locke oder Immanuel Kant die Welt verändert haben?

Aber ja, das haben sie! John Locke beispielsweise hat unmittelbar Thomas Jefferson und die anderen Gründungsväter der amerikanischen Verfassung inspiriert, wodurch die erste langlebige Demokratie geboren war. Die Argumente Jeremy Benthams und Cesare Beccarias haben entscheidend dazu beigetragen, dass Homosexualität nicht mehr strafbar ist und Foltermethoden wie Rädern und Ausdärmen der Vergangenheit angehören. Und in jüngster Zeit greift die Tierschutzbewegung viele Gedanken Peter Singers auf.

Philosophen streiten sich unentwegt darüber, woher denn unsere moralischen Werte kommen. Haben diese Werte einen immateriellen Ursprung, kommen sie vielleicht aus einem platonischen Ideenhimmel?

Oh nein, sie entstammen schlichtweg der biologischen Veranlagung rationaler, sozialer Akteure, die alle ihr Wohlbefinden anstreben. Wenn ein Lebewesen sozial und kommunikativ ist, dann wird es alle seine Mitwesen dazu anhalten, ihm nicht zu schaden. Und sobald es das tut, ist es dazu verpflichtet, seinerseits keinen Schaden anzurichten. Wenn ich von Ihnen verlange, dass Sie nicht mein Baby töten, dann habe ich nicht das Recht, Ihr Baby zu töten. Wir müssen einfach dieselben Regeln befolgen, und deshalb muss jede Vorschrift mit einem „Sollen“ oder „Müssen“ universalisierbar sein. Genau das geschieht bei der Goldenen Regel oder dem Kategorischen Imperativ.

Gott oder andere immateriellen Ursachen spielen dabei also keine Rolle. Was halten Sie dann vom Ausspruch des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski: „Wenn Gott tot ist, dann ist alles erlaubt“?

Dostojewski liegt völlig daneben! Gottesgläubige haben einige der schlimmsten Gräueltaten der Menschheitsgeschichte verübt. Und die säkularsten Länder, namentlich die Demokratien in Nord- und Westeuropa, sind die friedfertigsten Staaten seit Menschengedenken. Dostojewski hat also unrecht.

Aber welche Faktoren regulieren unser Zusammenleben, wenn Gott tot ist?

Nehmen wir ein Beispiel: Die Gewaltrate ist in den 1960er-Jahren deshalb nach oben geschnellt, weil diese Ära jede Form der Selbstbeherrschung verunglimpft hat. Selbstkontrolle war damals eine üble Sache. Es wurde von einem erwartet, dass man sein eigenes Ding dreht, dass man alles raushängen lässt. „Take a Walk on the Wild Side!“ – genau das war die Botschaft der 68er. Es ist meiner Meinung nach kein Zufall, dass sich die Gewaltrate damals mehr als verdoppelt hat.

Was ist die Lehre, die wir aus den 1960ern ziehen können?

Ganz einfach: Wir brauchen mehr Disziplin!

Benötigen wir dann eigentlich ein Ventil für unsere Aggressionen – müssen wir boxen oder Fußball spielen, um unsere aufgestaute Wut zu kanalisieren?

Ich glaube nicht, dass unsere Aggressionen wie in einem Dampfkessel brodeln und sich ständig entladen wollen. Aggressionen sind nicht vergleichbar mit dem Drang, niesen zu müssen, seinen Hunger zu stillen oder gar seinen Sexualtrieb auszuleben. Sicherlich bereitet es Menschen Freude, sich gewalttätige Filme anzuschauen. Das heißt aber nicht, dass sie tagtäglich eine Dosis Gewalt in den Medien konsumieren müssen, damit ihnen im realen Leben nicht die Sicherungen durchbrennen. Aggressionen sind viel situationsgebundener: Wir üben Gewalt aus, wenn wir provoziert, beleidigt oder betrogen werden – oder wenn sich uns die Gelegenheit bietet, an eine begehrenswerte Sache zu gelangen und uns das Opfer egal ist. In solchen Momenten kommt es auf unsere Selbstdisziplin an.

Während alle Welt schwarzmalt und den Kollaps der Menschheit nahen sieht, scheinen Sie recht optimistisch zu sein: Was wird uns die Zukunft bringen?

Ich glaube, dass sich einige Trends fortsetzen werden: Wahrscheinlich wird es mehr demokratische Staaten geben, die Gewalt gegen Frauen und Kinder wird zurückgehen und Homosexuelle werden weniger verfolgt. Andererseits besteht immer die Gefahr, dass irgendwo ein Bürgerkrieg entflammt, ein Einzelner einen Terroranschlag verübt oder ein Diktator entscheidet, dass es an der Zeit ist, ein früheres Unrecht zu vergelten oder eine bestimmte Ideologie zu realisieren.

Wir haben gerade den siebenmilliardsten Erdenbewohner begrüßt und die Welt platzt aus allen Nähten: Sind da nicht Kriege programmiert?

Ich glaube nicht: Im Gegensatz zu Ratten werden Menschen nicht zwangsläufig aggressiver, bloß weil sie zusammengepfercht sind. Dann müsste ja Hongkong die gewalttätigste Stadt der Welt sein – und vermutlich ist es die friedlichste. Wegen des Klimawandels kann es natürlich passieren, dass wir nicht alle Menschen ernähren können. Doch der Streit um Ressourcen ist selten der Hauptgrund für Kriege, die meisten Kriege wurden aufgrund von Rache, Gerechtigkeit, Ideologien und dem Bedürfnis nach Sicherheit ausgetragen. Nur wenige Staaten kämpfen um Wasser.

Auf einen Blick

Steven Pinker, Jahrgang 1954, unterrichtet derzeit Evolutionspsychologie an der Harvard University und betätigt sich nebenher als Buchautor. Der Kanadier wurde 2004 vom „Time Magazine“ unter die 100 einflussreichsten Denker der Welt gereiht, die US-Zeitschrift „Foreign Policy“ zählte ihn 2010 und 2011 zu den „Top Global Thinkers“.

Das jüngste Werk des Populärwissenschaftlers trägt den Titel „The Better Angels of Our Nature“ (dt. „Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit“) und ist im Vorjahr in den USA erschienen. Darin vertritt Pinker die provokante These, derzufolge die zwischenmenschliche Gewalt global betrachtet seit Jahrhunderten stetig zurückgeht. Kritiker warfen dem Autor vor, die Weltkriege des 20. Jahrhunderts sowie den Holocaust als statistische Ausreißer zu kategorisieren – und somit auszublenden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)

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63 Kommentare
 
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Gast: Ex-Kapitalisten-Fan
30.06.2012 23:05
0 1

Ich bin enttäuscht vom Kapitalismus

Seit er keinen ernst zu nehmenden Gegenspieler mehr hat, ist er zum hässlichen Turboimperialismus mutiert.

Gast: Cassandra V. Lueder
30.06.2012 21:07
0 0

Sie widersprechen Ihrem eigenen Anliegen

Ich habe heute einen Diskussionsbeitrag zu Pinkers Interview gepostet und die Thesen Pinkers mit denen von Nassim Nicholas Taleb kontrastiert.

Sie behaupten in und mit dieser Spezialausgabe, für ein freies Wirtschaftssystem eintreten zu wollen. Ein freies Wirtschaftssystem ist nur möglich, wenn es auch freien und selbstverständlich höflichen Gedankenaustausch gibt.

Mein Beitrag entsprach den Forenregeln und der Höflichkeit, nach dem öst. Strafrecht wurde niemand beleidigt.

Wenn Diskussionsbeiträge zensiert werden, die neue inhaltliche Gesichtspunkte bringen, einseitige Beschimpfungen aber zugelassen werden, zeigt man, dass man an Freiheit (die auf Diskussion beruht) nicht wirklich interessiert ist. Woran dann?

An einer Atmosphäre, in der keine freie Meinungsäußerung möglich ist, also an einer geistig muffigen Atmosphäre? Wenn das der Fall ist, darf man sich nicht wundern, wenn das wunderbare wirtschaftliche Leben Österreichs zeitlich begrenzt ist.

0 1

Kapitalismus verhindert Kriege

wenn dem so wäre, warum führt Amerika dann permanent Krieg?


Re: Kapitalismus verhindert Kriege

Auch kapitalistische Demokratien führen bisweilen Kriege, nur nicht gegeneinander. Und wann haben die USA zum letzten Mal Krieg gegen ein Land geführt, dass nur im entferntesten einer Demokratie geähnelt hätte?
Zumindest in manchen Fällen haben diese Kriege dazu geführt, dass ein diktatorisches System von einem demokratischen abgelöst wurde (Deutschland, Japen, aktuell Serbien) oder ein Volk vor der Unterjochung bewahrt wurde und zumindest die Chance hatte, sich zu einer Demokratie zu entwickeln (Südkorea hat's geschafft, Bosnien und der Kosovo schaffen's vielleicht noch). Ich wüßte also nicht, warum man diese Kriege ablehnen sollte, es sei denn man findet, dass andere Leute in Diktaturen ganz gut aufgehoben sind.

Re: Kapitalismus verhindert Kriege

weil die amtierenden politiker die verfassung ignorieren, die besagt, das ein krieg nur vom kongress erklaert werden kann, bestehend aus den vertretern des volks, dem senat und dem repraesentantenhaus, das diese genehmigung nicht erteilen wuerde, deswegen setzt sich der praesident einfach darueber hinweg und fuehrt krieg, wo er es fuer richtig haelt, ohne genehmigung des amerikanischen volks

...

und der oberkapitalist, der Ami ist sowieso nur am Frieden interessiert...
drumm führt er auch ständig Krieg...

die Kinder

in dem einen System (das ich keinesfalls verteidigen will) wurden sie geschlagen, heute im "friedensstiftenden, heilsbringenden" Kapitalismus arbeiten sie sich in Sweatshops zu Tode.
Für diesen Vergleich ist "hinken" noch zu schwach.

Nur weil sich die Zivilisation parallel zum Kapitalismus entwickelt, ist dieser nicht automatisch die Ursache.

Die Geburtenrate im Burgenland sinkt auch analog der Storchenpopulation, ohne das dies ein Beweis wäre, dass diese die Kinder bringen.

Gast: zols
30.06.2012 17:29
0 2

??

also, das zeug, das der verfasser raucht, würd ich auch gern mal probieren!

1 2

ui

...ein traummännlein. 1968 war der Typ 17 und hat wahrscheinlich zu lange zu viel dope und bewusstseinserweiternde Hilfsmittel zu sich genommen. dann hat er wohl zu viel Kohle verdient und jetzt glaubt an Money

Gast: EFF EFF
30.06.2012 16:13
0 0

schönes, neues Europa

Noch friedensstiftender als der Kapitalismus ist bislang nur der Peacemaker gewesen, ein Revolver der Firma Colt.

Der europäische Gouverneursrat hat als Wachstums-, Wirtschafts- und Wohlstandspakt und zur Wahrung der demokratischen Ordnung beschlossen die durchschnittliche Lebenserwartung auf 52 Jahre zu sparen.

Um die Sparziele für alle gerecht zu verteilen wird der Zugang zu Hygienartikeln und medizinischer Versorgung in Stufen an die progressive Vermögensbesteuerung gebunden.

Assistentinnen von Schönheitschirurgen bleiben bis auf weiteres von den Leistungen ausgeschlossen.

Gast: gast1984
30.06.2012 16:02
0 0

"Der Kapitalismus, eine friedensstiftende Kraft"

Den gibts sein 1971 eigentlich gar nicht mehr!

Was für ein Scharlatan

Der Kapitalismus ist friedensstiftend? Das kommt wohl auf die Sichtweise an. Der Kaptialismus hat also noch nicht Tausende wenn nicht Millionen Menschen das Leben gekostet oder an den Rand der Existenz gebracht?
Steven Pinker hat wohl auch noch nichts von Griechenland gehört wo die Menschen nicht wissen ob sie sich morgen etwas leisten können.
Im reichsten und mächtigsten Land der Erde haben erst vor kurzem die Ärmsten im Land eine ordentlichen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung bekommen.
In Brasilien und anderen Nationen wird der Regenwald geholzt als wäre der Wald ihr Todfeind alles nur des Geldes wegen und dank ein paar "Schlaufköpfe" sind "moderne" Verbraucherprodukte so hergestellt dass selbst Drucker die man bestens behandelt ein "Ablaufdatum haben" die dann wiederum auf einem Müllberg in Afrika landen ganz zu schweigen von den anderen Produkten.

Ich will jetzt auch nicht näher auf diesen unsinn im Interview eingehen.

Re: Was für ein Scharlatan

Niemand behauptet, dass es den Griechen so gut ginge. Aber die prekäre (und tw. selbstverschuldete) Situation der Griechen mit den Millionen Hungertoten zu vergleichen, die Kommunisten und andere Diktaturen (Ukraine, China, Äthiopien) auf dem Gewissen haben, zeugt doch von einem eher bescheidenen Wissensstand.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
30.06.2012 16:12
4 0

Re: Was für ein Scharlatan

Zu den Toten
Wie viele Tote hat die rote Revolution gefordert?

Zu Griechenland
Hatte Griechenland nicht eine Verlagerung von nütztlichen Unternehmen der Realwirtschaft zu einem riesigen geschützten Bereich, welche bis zum Taxifahrer und den Transpoteuren ging?

Hatte Griechenland nicht das Phänomen von Planwirtschaft = Mangelwirtschaft und daher immer mehr Schulden machen um die Defizite zu kompensieren?

Ist es nicht gerade die Krankheit von falsch verstandenen Sozialismus mit maximaler positiver Diskriminierung, welche dem Land die eigene Versorgung unmöglich gemacht hat?

Haben nicht die Geldgeber, also die Kapitalisten, Griechenland über Jahrzehnte durchgefüttert?

Was die Kapitalisten mit dem Müll zu haben sollen, das muss wohl ein Märchen aus einer Ideologenwerkstatt sein, weil sonst niemals nachvollziehbar.

Gast: HB4242
30.06.2012 15:44
2 4

Der Menschheit geht es besser als je zuvor ....

Der sogenannte Psychologe sollte sich ein paar Nachhilfestunden in Geschichte leisten ....

Schwachsinn

oder bezahlte Anzeige?!

Gast: Johan Meltini
30.06.2012 14:20
2 4

man sinkt zusehends

auf das Niveau billiger Propaganda. Intellektuelle werden gekauft, damit sie irgendwelche allgemeinen Allerweltsverbesserungstheorien darreichen.
Was sind das für Aussagen: die Welt ist friedlicher geworden, der Welt geht es so gut wie noch nie?

Kapitalimus ist gut



Nur leider gibs so wenig davon

Gast: Starez
30.06.2012 13:36
3 0

Dostojewski hat also unrecht? Schwachsinn!

Für Mao, Pol Pot, Stalin,Hitler usw., um einige zu nennen, war Gott tot.

Ihr Gott war ihr ideologisches Utopia, dem sie ein millionenfaches Menschenopfer darbrachten.

Der Unterschied zu unserer Zeit besteht darin, dass unsere Kriege an den Börsen und Finanzmärkten wüten.
Unsere Leibeigenen sich Leiharbeiter nennen dürfen.
Heutige Versailler Verträge ESM und Fiskalpakt heißen.
Statt Euthanasie gibt es Pränataldiagnostik und Abtreibung.

Nicht der Mensch hat sich geändert, nur seine Methoden.

Got ist tot?
Die Natur hat obsiegt, mit dem Menschen an ihrer Spitze, die Natur, die das Konstrukt Moral nun mal nicht kennt und kennen kann?

Gott ist Angst vor einer universellen Gerechtigkeit.
Ein innerer moralischer Kompass.
Stütze in der Leistungsgesellschaft of the fittest.

Gott beschütze mich Atheisten vor gottlosen Menschen, die die Macht haben, über dem Gesetz zu stehen. Wissen wie Macht schmeckt. Utopien haben.

Gast: Propagangster
30.06.2012 13:15
0 2

VMM - Vereinigte Miet Mäuler


Zitat

Andererseits ist der Kapitalismus darauf angewiesen, dass wir kooperieren, denn wir müssen schauen, was unsere Kunden wollen, um es ihnen zu verkaufen. Und im Kapitalismus sind lebende Menschen wertvoller als tote, weil nur Lebende kaufen und verkaufen können.
-------------------------------------

Man kann gar nicht so viel essen, wie man ko.. möchte. Aber pardon, heute ist ja allgemeiner Jubeltag. Die Paddei will es so.

http://en.wikipedia.org/wiki/Socialism_for_the_rich_and_capitalism_for_the_poor

Gast: Gott Mammon $€§%
30.06.2012 12:34
0 5

Gebet eines Kapitalisten

Unser Vater KAPITAL, der Du bist von dieser Welt, allmächtiger Gott, der Du den Lauf der Flüsse veränderst und Berge durchstichst, der Du Erdteile voneinander trennst und Nationen zusammenkettest, Schöpfer der Waren und Quelle des Lebens, der Du Königen und Untertanen, Arbeitern und Unternehmern befiehlst – Dein Reich werde errichtet auf Erden.

Gib uns Käufer in Menge, die unsere Waren abnehmen, die guten wie die schlechten. Gib uns notleidende Arbeiter, die ohne Murren die härteste Arbeit und den niedrigsten Lohn annehmen. Gib uns Gimpel, die auf den Leim unserer Prospekte gehen. Gib, dass unsere Schuldner ihre Schulden völlig an uns abzahlen. Führe uns nicht in das Zuchthaus, sondern befreie uns von dem Bankrott, und verleihe uns ewige Renten. Amen.

Paul Lafargue ( 1842 – 1911 )

Gast: Abdisu
30.06.2012 11:53
1 5

Wer hat denn die heutige Ausgabe gekauft?

Mirko Kovats ist doch pleite? Oder hat er sein letztes Verbunkertes investiert?

Antworten Gast: alles klar:
30.06.2012 11:56
1 0

Re: Wer hat denn die heutige Ausgabe gekauft?

Mirko Kovats ist erstens ein Großmaul und zweitens ein Krimineller.

Gast: Univ. Doz. (St. Gallen)
30.06.2012 11:51
6 5

Die Aussagen basieren auf sehr oberflächlichen Behauptungen

und die Mängel der Modelle sind gravierend.

Als habilitierter Ökonom (Doppelstudium der Psychologe und der Ökonomie) würde ich diese Arbeit n i c h t als Habilitationsschrift akzeptieren.


Re: Die Aussagen basieren auf sehr oberflächlichen Behauptungen

Tja, Glück für Pinker, dass weder das MIT noch Havard, wo er seine Professuren hatte, so sorgfältig auf Qualität achten wie Sie.... Vielleicht würden die dortigen Berufungskommissionen ein wenig Nachhilfe brauchen? Sonst sind sie wohl bald die angesehensten Universitäten der Welt gewesen.

Re: Die Aussagen basieren auf sehr oberflächlichen Behauptungen

Es wundert mich, dass Sie sich bereits nach einem Interview eine derartige Meinungsfestlegung zutrauen. Es ist fraglich, wie Sie überhaupt Rückschlüsse auf eine Habilitation machen können, kein seriöser Wissenschafter würde den Inhalt einer wissenschaftl. Arbeit und die Gesamtthese anhand eines Interviews beurteilen. Somit stimmt der Verweis auf Ihre (nicht überprüfbare) Formalkompetenz zumindest skeptisch, zumal Sie als Univ. Doz. nicht zu den höheren akadem. Kreisen gehören.

Letzten Endes wird ja auch nur ein populärwissenschaftlicher Zugang postuliert und Meinungsfreiheit in Verbindung mit dem sokrat. Prinzip ist nach wie vor wertvoll f. eine Gesellschaft.

 
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