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Pröll tritt zurück: "Entscheidung für meine Gesundheit"

13.04.2011 | 14:59 |   (DiePresse.com)

Der Vizekanzler und ÖVP-Chef hat seinen Rückzug aus allen politischen Funktionen verkündet. Der Parteivorstand berät morgen über Prölls Nachfolge. Wird Außenminister Spindelegger Parteichef?

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Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) zieht sich aus allen politischen Funktionen zurück. Das gab er am Mittwochvormittag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt.

"Ich habe mich nicht gegen die Politik entschieden, aber für meine Gesundheit und meine Familie", sagte der ÖVP-Chef. Seine Lungenembolie Mitte März sei "ein Warnschuss und eine Zäsur in meinem Leben" gewesen. Er habe sich intensiv mit seinen Ärzten beraten, erklärte Pröll. Seine gesundheitliche Situation sei mit engagierter Spitzenpolitik nicht vereinbar: Für die großen Aufgaben der Zukunft "bräuchte ich heute noch mehr Kraft, und nicht weniger".

"Es war eine spannende Zeit", sagte Pröll über die vergangenen Jahre. Man habe viel erreicht, vor allem die Bewältigung der Wirtschaftskrise. "Ich verlasse die Politik mit Dankbarkeit".

Pröll sprach indirekt auch die jüngsten Skandale in der ÖVP - Stichwort Ernst Strasser und Lobbyismus - an. Es gebe einen "Mangel an Anstand einzelner Politiker", auch in der ÖVP. "Keine Partei kann ein derartiges Verhalten dulden". Er beklagte außerdem den "Stillstand in wesentlichen Zukunftsfragen". Dieser stelle das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik infrage.

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Spindelegger gilt als Favorit für Nachfolge

Über seine(n) Nachfolger hielt sich Pröll bedeckt. Der 42-Jährige erklärte lediglich, er werde ein "geordnetes Haus in Partei, Finanzministerium und als Vizekanzler" übergeben. Am Donnerstag wird der Parteivorstand zusammenkommen. Dabei soll über Prölls Nachfolge beraten werden.

Außenminister Michael Spindelegger werden die besten Chancen eingeräumt, Prölls Erbe als Parteichef und Vizekanzler anzutreten. Am Mittwochabend verdichteten sich die Gerüchte, dass die Wahl auf ihn fallen dürfte. Angesichts der Bünde- und Länder-Logik in der Volkspartei war Spindelegger immer als Favorit für die beiden Posten gehandelt worden. Er ist Obmann des ÖAAB und entstammt der mächtigsten VP-Landesorganisation, nämlich der niederösterreichischen.

Als weitere Kandidaten für Prölls Nachfolge werden Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Innenministerin Maria Fekter gehandelt.

Schwarzes Personalkarussell: Gerüchteküche brodelt

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Die ÖVP war zuletzt wegen mehrerer Rücktritte - allen voran jenem des EU-Abgeordneten Ernst Strasser - in Turbulenzen geraten. Das nährte Spekulationen um Personalrochaden an der Parteispitze. Führende ÖVP-Politiker betonten aber in den vergangenen Tagen wiederholt, Pröll sei als Parteichef unbestritten. Er werde nach Abschluss seiner Reha in der Woche nach Ostern zurückkommen.

Auch der Koalitionspartner dürfte von Prölls vollständigem Rückzug aus der Politik überrascht worden sein: Er habe in der Früh von Prölls Entscheidung erfahren, sagte SP-Chef Werner Faymann.

Pröll gab am Mittwoch noch nichts über seine Zukunftspläne bekannt. Einem Medienbericht zufolge bekommt er einen Job in einem Unternehmen, das dem Raiffeisen-Konzern gehört.

(Red.)

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991 Kommentare
 
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Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen?

Denken wir positiv.
Dann war der Rücktritt von JP in der Zusammenballung von Ereignissen (Embolie/ Infarkt, Strassergate, BOndionflop, Remlerflop, Beamtengate, Grassergate, Erwin- und Landeshauptleutegate) eine klare Notbremse vor dem zu erwartenden Bauchfleck der ÖVP 2013. Als Finanzminister hat er ja auch keine Jubelmeldungen in den Folgejahren zu erwarten gehabt und als Looser will sich Raiffeisen auch nicht schmücken.

Die Chancen stehen nicht schlecht, mit einem großen Jahrmarkt der Umbesetzungen über die ÖVP-Baustellen darüber zu asphaltieren und zu hoffen, dass der neue Asphalt dicht bleibt.

Mit Spindelegger samt seinem ÖAAB-Klüngel hat JP die "letztmögliche Ausfahrt" vor der Autobahn in die Hölle der Parteitagsmörder genommen. Ist doch was, oder?


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Nachdem Pröll schona als

Raiffeisen-General gehandelt wird und angeblich der Wunschkanditat vom Konrad ist, wird er sooo krank nicht sein können. Irgendwas stimmt da nicht. Hat er Strasser was gegen ihn in der Hand? Wir werden es nie erfahren.

Die Zeichen an der Wand.

Die ÖVP hat die Zeichen an der Wand nicht gesehen - oder wollte sie sie aus Überheblichkeit gar nicht sehen ?, sonst hätte sie anders gehandelt. Oder anders gesagt: Ist die Partei schon so erstarrt, dass sie nicht anders handeln konnte ? Die Ernüchterung wird spätestens bei der nächsten Wahl erfolgen, da ist es aber schon zu spät. Wie sagt da ein Sprichwort ? "Wer zu spät kommt, den straft die Geschichte."

Gast: eine von vielen Bürgeri/innen
14.04.2011 20:49
4 3

Fragen Sie doch Ihren Arzt oder Apotheker

Jetzt sind es die Familie und die Gesundheit, die Herrn Pröll zu dieser überaus raschen Handlung veranlasst haben - lächerlich - wer glaubt denn so was!? Als ob er nicht schon längst gewusst hätte, dass sein Übergewicht und sein Lebenswandel absolut ungesund sind und quasi prädestiniert sind für gesundheitliche Attacken! Es ist ein Zeichen von menschlicher Schwäche sich so auf der Affäre zu ziehen - das könnte sich kein Unternehmer leisten - aber ein Politiker schon - keinen finanziellen Aufwand, kein persönliches Risiko - nur auf Kosten der Wähler/Bürger - einfach beschämend - und dann sucht man Nachfolger - ohne Qualitätsanspruch, hauptsache einer übernimmt, dass man sich aus der Affäre ziehe kann! Keine Ahnung vom wirklichen Leben - aber der Papa wird´s schon richten! Eine Partei, die den Unternehmern einmal nahe gestanden hat - ja hat- ich sehe hier keine Parallelen mehr - adieu Herr Pröll - und genießen Sie die staatlichen Gelder, die Sie sich so schwer verdient haben!

Re: Fragen Sie doch Ihren Arzt oder Apotheker

Ja, genauso sehe ich diesen Rückzug auch. Es war eine Flucht aus der Verantwortung, wissend, dass der staatspolitische Karren einfach zu verfahren ist. Mut und Größe hat dieser Politiker nicht bewiesen. In der ländlichen Umgangssprache würde er den Titel "Schlappschwanz" umgehängt bekommen.

Antworten Gast: Österreicher!
14.04.2011 23:22
2 1

Re: Fragen Sie doch Ihren Arzt oder Apotheker

Verdächtig ist halt, dass Pröll gleich alle drei Funktionen abgibt. Er ist ja schließlich nicht arbeitsunfähig. Oder was macht er bei seiner nächsten Hacken? Nur dösen und dabei abcashen?
Wäre er in seiner Partei ideologisch gefestigt, dann wäre er wenigstens der Chef der ÖVP geblieben. So stressig kann dieser Posten wohl nicht sein.
Aber gleich einen kompletten Rückzug?
Merkwürdig hoch zehn.

Ich teile Ihre Meinung absolut.

Antworten Gast: Enrico Palazzo1
14.04.2011 21:03
1 3

Re: Fragen Sie doch Ihren Arzt oder Apotheker

..ein sehr unqualifizierter unintelligenter Beitrag von ihnen!

Antworten Antworten Gast: Unternehmer
14.04.2011 22:04
1 3

Re: Re: Fragen Sie doch Ihren Arzt oder Apotheker

na Herr Palazzo1 wohl auch einer aus den politischen Reihen die die Wahrheit nicht ertragen - oder würden Sie als Unternehmer auch so handeln können? Ich bin z.B. Unternehmer und habe seit Jahren Venenleiden - nur kann ich nicht einfach alles hinschmeißen, sonst würde ich meine Familie und Mitarbeiter im Stich lassen - ich muss mich an ein gesundes Leben halten und dann gehts auch.

Antworten Antworten Antworten Gast: Joschi354
15.04.2011 03:55
1 0

Re: Re: Re: Fragen Sie doch Ihren Arzt oder Apotheker

Der einfache Unterschied ist nur:
Sie sind Unternehmer und verlieren Ihre Existenz wenn Sie aufhören.
Der Herr Pröll ist aber Angestellter des Volkes und bekommt einen Managerposten mit viiiiel mehr Kohle wenn er aufhört.

Ich mach's kurz!

Ihre Abbreviatur "z. B." benötigt ein Leerzeichen.
Achten Sie bitte das nächste Mal darauf.

"z.B." - falsch
"z. B." - richtig

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: eingebildet bin ich auch - sehr sogar
14.04.2011 23:31
1 0

Re: Ich mach's kurz!

Ich auch, obwohl ich den Vorposter nicht kenne.
Herr = Mr.
Und Mister ist nicht der Ausmister.
Nochmal - aufpassen bitte -
Mr.
Fehler erkannt, Mr. Super?
Wenn schon, denn schon.

Gast: Geschwister Grimm
14.04.2011 20:19
3 0

Mit dem Gäääähnfaktor Spindl-lecker in die Bedeutungslosigkeit! Bravo.


Schmeißt noch schnell alle Frauen raus und löst euch dann endlich selber auf.

Weg frei für eine neue Bewegung der Bürger.

there must be some way outa here, said the joker to the thief...

sind wir ganz im augenblick, so können uns weder der zauber der vergangenheit noch jener der zukunft ablenken. die freiheit vom ständigen verlangen nach irgendwelchen dingen und der stillstand unserer so rastlosen aktivitäten ermöglicht es uns, die wahrheit unserer existenz zu erkennen, die realität unserer welt und deren sinn - sofern wir wagen uns darauf einzulassen.

wenn es wirklich so etwas wie gott gibt - dann bitte bitte schütze dieses liebenswerte land vor den hofnarren. es ist gar nicht lange her da hatten wir noch einen kaiser - und einen hofnarren - nun haben wir unseren hbp - und viele viele narren versuchen sich im regieren intrigieren und korrumpieren.

es wird zeit sie alle nach hause zu schicken - abwählen - ganz einfach abwählen - über wirkung und nebenwirkung können wir uns beim nachbarn schweiz erkundigen.

Gast: UKW
14.04.2011 19:19
2 0

Frage: Was passier mit jemanden in der Privatwirtschaft, der zum Vorstellungsgespräch erscheint und sagt, eigentlich will er den Job gar nicht, aber wenns den sein muss macht er ihn halt?

Hören wir, was Mr. Null Charisma Spindelegger dazu sagt:

"Spindelegger erklärte, er habe sich für diese Position "nicht gemeldet" und sie nicht angestrebt"

Die Sozialisten haben heute einen Lottosechser gemacht. Gratuliere!

Neueste Umfrage ÖVP -5 % auf 22 % (SPÖ 28 %, FPÖ 25 %)

Jetzt wissen wir auch warum Pröll so schnell zurückgetreten ist und keiner wirklich lust hatte seine Nachfolge anzutreten.

http://derstandard.at/1302745253323/STANDARD-Umfrage-Historischer-Tiefstand-fuer-OeVP-Mit-22-Prozent-auf-drittem-Platz

Leider ist der falsche Pröll zurückgetreten!!!

Der Onkel Pröll bestimmt weiter in der Partei, nur der niederösterreichische Bauernbund mit Steigbügelhalter ÖAAB haben in der ÖVP etwas zu vermelden, der Niederösterreicher Spindelegger ist der Garant dafür,die Wirtschaft wird weiterhin ein Kümmerdasein in der Schmuddelecke fristen müssen.....

......die einstige "Wirtschaftspartei" geht unbeirrt den Weg ihrer italienischen Schwester in die Bedeutungslosigkeit, Pröll sei Dank!

Gast: der Typ ohne Gewissen
14.04.2011 18:52
4 1

Endlich

Und mitn Spindelegger habens in perfekten VK, einen der sich freiwillig dem türkischen Botschafter unterordnet.

zafer sağlam!

Gast: Der Steirer
14.04.2011 18:52
1 3

Endlich ein echter Erneuerer

Mit Spindi wird alles gut.

Gast: ecco
14.04.2011 18:32
3 1

na bravo...

herr spindelegger hat schon mehrmals bewiesen, dass er ein treuer diener der eu ist. anscheinend haben wir nix besseres verdient...

Antworten Gast: 1. Parteiloser
14.04.2011 18:43
4 0

Re: na bravo...

Konnten die Österreicher diese Typen wählen?

Können die Österreicher diese Typen in nächster Zeit abwählen?

Konnten die Österreicher den Neugebauer zum 2. NR Präsi wählen oder diesen abwählen?

Die Österreicher hätten was viel besseres verdient hatten aber keine Chance zu bestimmen. Solange es Pragmatisierte gibt, welche weder gewählt noch abgewählt werden können, solange kann der Wille des Volkes auch nicht verwirklicht werden.

Nach dem Ministerrat am Dienstag sprach bisher nur ein Sandmännchen ...

Mit Spindelegger sind es jetzt zwei.

Und wenn sie aus der Hofburg noch Sandmännchen drei holen, sofern Heinzi nicht am Topf sitzt, dann piepsen ab jetzt sogar drei.

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Der Pokal mit dem Portal

Just another FUBAR, presumably.

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Wie lange?

Die Frage ist wohl, wie lang wird wohl dieser ÖVP-Obmann bleiben? Wird wohl nicht lange!

Gast: hubsi 1
14.04.2011 18:22
2 0

hoffentlich

kommt bald eine wählebare brügerliche
Partei.

Die ÖVP wird immer eine Bauernpartei bleiben.


Antworten Gast: Unternehmer
14.04.2011 22:10
0 0

Re: hoffentlich

Mit diesen Unstimmigkeiten und Austritten in der Partei spielt man der FPÖ und dem HC Strache wieder alle Macht der Welt hin. So kann man auch Politik machen!

Antworten Gast: Neuqebauer
14.04.2011 18:40
1 0

Re: hoffentlich

Stimmt nicht, jetzt sind wir eine ÖAAB Partei und haben diesen Teil der Macht auch noch übernommen.

Die Österreicher werden sich sehr anstrengen müssen um unsere Forderungen auch erfüllen zu können.

 
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