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Apple-Triumph: Samsung muss 1 Milliarde Dollar zahlen

25.08.2012 | 09:15 |  von Daniel Breuss (DiePresse.com)

Die Geschworenen gaben der Klage in fast allen Punkten recht. Damit sind die Koreaner als Nachahmer gebrandmarkt. Das Urteil könnte erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Smartphone-Entwicklung haben.

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"And boy, have we patented it!" sagte ein grinsender Steve Jobs bei der Vorstellung des ersten iPhone im Jahr 2007 und die Menge jubelte. Würde der Firmengründer noch leben, würde er sich auch jetzt die Hände reiben. Die Geschworenen im derzeit wichtigsten Gerichtsverfahren der Technikwelt haben Apple in fast allen Punkten recht gegeben. Sie sind der Ansicht, dass Samsung Technologie-Patente und Geschmacksmuster (in den USA "Design Patent") des iPhone kopiert hat, um seine eigenen Geräte mehr dem Apple-Modell anzunähern. Die Koreaner sollen mehr als eine Milliarde Dollar (exakt 1.049.343.540 Dollar) Schadenersatz an Apple zahlen. Der US-Konzern hatte während des Verfahrens mehr als 2,5 Milliarden Dollar gefordert. Apple wird jetzt ein Verkaufsverbot für Samsungs Geräte anstrengen. Ein erster Verhandlungstermin diesbezüglich ist für den 20. September geplant.

Ergebnis: Eine Milliarde zu Null für Apple

Besonders bitter für die Koreaner ist, dass die Geschworenen der Ansicht sind, dass Samsung mit voller Absicht das Design des iPhone abgekupfert hat. Das könnte weitere Auswirkungen haben, da Richterin Lucy Koh aufgrund dieser Erkenntnis die Schadenersatz-Summe noch erhöhen könnte. Es schadet auch Samsungs Image, da das Unternehmen jetzt nicht als Innovator, sondern als dreister Nachahmer dasteht. Ein zusätzlicher herber Rückschlag: Samsung wurde kein einziger Dollar für seine Technik-Patente zugesprochen, die Apple nach Ansicht der Koreaner verletzt haben soll. Dafür wurde der Vorwurf, das Tablet Galaxy Tab 10.1 würde das Design von Apples iPad nachahmen, nicht bestätigt. Im Vergleich zum Rest des Ergebnisses nur ein schwacher Trost für Samsung. Und Apple wird diesen Teil des Urteils wohl berufen.

Zwei-Finger-Zoom komplett Apple zugesprochen

Das Urteil (PDF-Download) kam früher als erwartet und fiel sehr deutlich aus. Die neun Geschworenen bestätigen nach nicht einmal drei Tagen Beratung, dass alle 21 beanstandeten Samsung-Geräte Apples Patente verletzen. Besonderer Dorn im Auge war dem US-Hersteller immer das Galaxy S, dem auch DiePresse.com im Test eine starke Ähnlichkeit mit dem iPhone bescheinigte. Zwei der beanstandeten Patente mit den Ziffern '381 und '915 betreffen grundlegende Steuerfunktionen von modernen Smartphones. In ersterem geht es darum, dass beim Scrollen einer Liste diese mit einer Art Federungseffekt anzeigt, dass das Ende erreicht ist. Das zweite beschreibt, wie man mit einem Finger auf einem Touchscreen-Gerät scrollt und mit zwei Fingern zoomt. Beides sind Funktionen, die nahezu alle Smartphones heutzutage nutzen.

Samsung Galaxy S: Das Android-iPhone

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"Monopol auf Rechtecke"

Apple lobte die Entscheidung naturgemäß und sieht sie als "klare Botschaft, dass Stehlen nicht in Ordnung ist". Samsung will diese Niederlage nicht einfach so hinnehmen. Das Unternehmen hat bereits mit einer bissigen Aussendung reagiert. "Das heutige Urteil soll nicht als Sieg für Apple gesehen werden, sondern als Verlust für den amerikanischen Konsumenten", heißt es darin. Gleichzeitig beschwert sich Samsung, dass das Patentrecht "so manipuliert werden kann", dass ein einziges Unternehmen "ein Monopol auf Rechtecke mit abgerundeten Ecken" haben kann. Die Koreaner werden definitiv in Berufung gehen: "In diesem Fall ist noch nicht das letzte Wort gesprochen."

Samsungs Erklärung im Wortlaut
Today's verdict should not be viewed as a win for Apple, but as a loss for the American consumer. It will lead to fewer choices, less innovation, and potentially higher prices. It is unfortunate that patent law can be manipulated to give one company a monopoly over rectangles with rounded corners, or technology that is being improved every day by Samsung and other companies. Consumers have the right to choices, and they know what they are buying when they purchase Samsung products. This is not the final word in this case or in battles being waged in courts and tribunals around the world, some of which have already rejected many of Apple's claims. Samsung will continue to innovate and offer choices for the consumer.

Kommen Änderungen für Android?

Der Fall könnte langfristige Auswirkungen auf den Smartphone-Markt haben. Kern der Diskussion war immer Googles Android-Betriebssystem, das Samsung vorrangig auf seinen Geräten einsetzt. Das Urteil könnte bedeuten, dass sich einige Bedienelemente bei Android nun ändern werden. Alternativ könnte sich Google mit Apple über ein Lizenzabkommen einigen, das Android ermöglicht, seine Eigenschaften beizubehalten, ohne dass jedem Hersteller, der es einsetzt, eine Apple-Klage droht. Allerdings dürfte das nicht so schnell geschehen. Google hat sich selbst mit einer Reihe an Patenten eingedeckt. Ganze 12,5 Milliarden Dollar ließ sich der Webkonzern dafür den Kauf von Motorolas Handysparte kosten. Eine erste Klage gegen Apple ist bereits im Gange. Und Google hat gerade erst begonnen, die Patente des Mobilfunk-Pioniers zu durchforsten. Immerhin hatte Motorola das allererste Mobiltelefon auf den Markt gebracht.

Gratis-Werbung für Windows Phone

Freuen kann sich Microsoft, und zwar aus mehreren Gründen. Sein Smartphone-Betriebssystem Windows Phone umschifft nicht nur Apples Patente, es wurde von Apples Anwälten im Prozess sogar als Musterbeispiel dafür angeführt, wie man innovative Geräte bauen kann, ohne beim iPhone abzuschauen. Und das Urteil schwächt Googles Position auf dem Markt. Microsoft hat derzeit Windows Phone 8 in den Startlöchern, das Ende Oktober zeitgleich mit dem PC-Betriebssystem Windows 8 auf den Markt kommen soll. Hardware-Partner Nokia soll bereits am 5. September erste Geräte mit der Software vorstellen. Die Gratis-Werbung von Apple in dem Prozess kann beiden Unternehmen, die bisher noch nicht so richtig im Smartphone-Markt Fuß fassen konnten, nur gut tun.

(db)

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377 Kommentare
 
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Gast: AndroidFixedIt
27.08.2012 07:26
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Die Amis kommen

Wenn in Amerika ein Urteil zu Gunsten eines US- Unternehmens und gegen ein koreanisches Unternehmen (also nicht US) gesprochen wird, zeigt es nur wieder einmal, dass "Fairness" und "Gerechtigkeit" in den USA wohl käuflicher sind, als in Griechenland.

Gast: 4711
26.08.2012 20:20
2 0

Evolution

Bin ich froh, dass sich die Steinzeitmenschen nicht den Hebel, das Rad, den Faustkeil etc. patentieren ließen. Da hätte doch mein Ferrari eckige Räder. Das wäre aber ein Gerumpel...

Amerikanische Rechtsprechung

Vor einigen Monaten wurde der Iran zur Zahlung von 6 Milliarden Dollar wegen Beteiligung an 09/11 verurteilt. Ein rein politisch motiviertes Urteil.

Und nun im "Fall Samsung" ein rein wirtschaftlich motiviertes Urteil.

Was soll man von Urteilen amerikanischer Gerichte halten?


Re: Amerikanische Rechtsprechung

Amerikanische Gerichte sind unabhängig und richtet Urteile sicher nicht nach wirtschaftlichen Interessen.

Re: Re: Amerikanische Rechtsprechung

Naaaaaa....wenn irgend ein Rechtssytem unabhängig ist, dann das der Vereinigten Staaten...^^

Antworten Antworten Antworten Gast: schüsselfekter
27.08.2012 18:11
0 1

Re: Re: Re: Amerikanische Rechtsprechung

sie vergessen hier die vollkommen unabhängige österreichische justiz. :-)

Design-, Patentschutz und seine Tücken.

So sehr ich den Schutz von geistigem Eigentum gut finde (gerade in Asien wird ja schamlos kopiert), manchmal wird auch übertrieben. Da wäre zum Beispiel der Name "Explorer", an den Streit mit dem Namen eines Dateimanagers kann ich mich noch gut erinnern. Oder etwa die Pharmaindustrie die sich Pflanzen patentrechtlich schützen lassen wollte bzw. es getan hat.
Oder das berühmte US Patent auf die Methode zum Schaukeln mit einer Schaukel :
http://patft.uspto.gov/netacgi/nph-Parser?Sect1=PTO1&Sect2=HITOFF&d=PALL&p=1&u=%2Fnetahtml%2FPTO%2Fsrchnum.htm&r=1&f=G&l=50&s1=6,368,227.PN.&OS=PN/6,368,227&RS=PN/6,368,227
Man kann viel Schindluder mit dem Patentieren betreiben.
Klar sollte man nicht erlauben beklaut zu werden aber manche Patente sind schlichtweg Diebstahl an der Allgemeinheit - und das Apple vs Samsung Urteil wie es jetzt erfolgt ist wird sicher nicht Bestand haben.

Gast: gurkenflieger
26.08.2012 14:14
0 0

Patente bringen auch den Beschäftigten der Erfinder etwas

Es stimmt nur zum Teil, dass Patente nur wenigen etwas bringen. Und zwar denjenigen die sich die Mühe der Erfindung gemacht haben, sowie deren Beschäftigte. Es ist das von den Linken verteufelte Gewinnstreben, das Menschen veranlasst zu grübeln und Verbesserungen zu erfinden. Früher konnte man viele Dinge geheim halten um daraus längere Zeit Nutzen zu ziehen. Heutzutage warten die asiatischen Kopieranstalten nur darauf das große Geschäft mit westlichen Innovationen zu machen. Das ist mit ein Grund für die vielen Arbeitslosen in der westlichen Welt.

Re: Patente bringen auch den Beschäftigten der Erfinder etwas

Mit den Beschäftigten, denen die Patente von Apple etwas bringen, meinen Sie sicher all die Arbeiter in China die die Apple Produkte zusammenbauen,oder? ^^

Antworten Gast: bla
26.08.2012 19:27
1 0

Re: Patente bringen auch den Beschäftigten der Erfinder etwas

Ja, aber einige der genannten Patente sind überaus trivial und deshalb nicht schützenswert mMn, da praktisch nichts daran erfunden wurde. ZB die Anordnung der Aps(gleich wie auf einem stinknormalen Desktop bei Windows oder Suse), der 2 Fingerzoom(generische Touchpadfunktion bei Laptops) oder die oft erwähnten "runden Ecken" (ohne Worte). Innovation ist durchaus schützenswert, aber simpleste Modifizierung nicht. Man stelle sich nur vor das wäre in der Modewelt möglich, dann gäbe es nur mehr kleine Schwarze von Chanel ;)

Die Asiaten sind doch in jeder Branche gefürchtet...


...daß sie Ideen schamlos klauen.

Aber wie kann sich ein Mittelständler wehren, der viel Geld und Zeit in die Entwicklung neuer Produkte gesteckt hat.

Faktisch unmöglich.

Darum ist es gut, daß Apple hier ein Präjudiz gesetzt hat und andere sollen diesem Beispiel folgen.

Seinen wirtschaftlichen Erfolg auf den geschützten Ideen anderer zu gründen ist und bleibt ein Unrecht.

Re: Die Asiaten sind doch in jeder Branche gefürchtet...

Sie als Mittelständler haben sicher viel vom "Sieg" Apples, oder? ^^

Gast: Observer100
26.08.2012 11:28
1 1

Mißtrauisch

Was mich mißtrauisch macht. Ein US-Gericht urteilt zum Vorteil eines US-Unternehmens.


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Re: Mißtrauisch

Wenn das nicht kopiert ist was dann
http://i.imgur.com/TmUj2.jpg

Antworten Antworten Gast: FakesFakes
27.08.2012 12:06
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Re: Re: Mißtrauisch

Teilweise fakes. Da bist du auf einen Apple-Jünger, der Photoshop starten kann, reingefallen.

Antworten Antworten Gast: Freinka
27.08.2012 09:24
0 0

Kika hat nun genauso runde Teller wie Ikea in der Geschirrabteilung.

Hat Kika kopiert?

Re: Re: Mißtrauisch

Industriestandards als Kopie zu präsentieren ist ein bisschen merkwürdig,

Und eine Kartonschachtel bzw. einen würfelfüörmiges Gehäuse als Kopie zu bringen ist auch nicht patentwürdig..

und einen angebissene Äpfel gab es schon bevor Steve Jobs auf der Welt war.

Apple hat eindeutig den Bildschirm kopiert, den gabs schon vor Mac's und die kleinen "i" am Anfang habens auch kopiert, da gabs schon viele Worte wie zum Beispiel: iDioten

Gast: gast111
26.08.2012 10:56
1 0

patente und bringt es dem urheber wirklich was für seine entwicklung??

der erfinder, der sich mit einer thematik auseinandersetzt, weiß ja nicht was das finanziell einbringen kann - er beschäftigt sich aber trotzdem damit - somit wird unabhängig vom finanziellen mehr oder weniger wichtiges erfunden und unabhängig von patenten

was ist denn rechtlich der urheber?? selten der, der tatsächlich urheber also erfinder ist, meist sind es finanzstarke einzelpersonen oder investorengruppen

ein weltweites patent anzumelden ist einem durchschnittsbürger, der über viel intelligenz verfügt, gar nicht möglich, weil das viel zu teuer wird, der kann sich das alles nicht leisten, somit muss er reiche partner finden, die das bezahlen und dann am profit beteiligt sind - dann hat er eh noch glück gehabt, oft wird er rausgedrängt,e s gibt genügend beispiele dafür

es wird wieder einmal durch patente von fleißig nach reich geld transferiert

Gast: Buusch
26.08.2012 10:45
4 0

nur gemeinsame Normen und Standards schaffen eine chancengleiche Welt,

. . . so wäre die Wirtschaftsgemeinschaft geplant.
Das Patentrecht ist ein Verbrechen an der Menschheit, es ermöglicht den Erfolgreichsten jegliche Konkurrenz auszubooten und verhindert damit die Integration der Weltwirtschaft.

Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

Europa und die USA haben schon viel zu lange zugesehen wie uns die Asiaten wirtschaftlich über den Kopf wachsen. Der Konsument hat sich natürlich gefreut wenn es etwas billig einkaufen konnte und der Unternehmer hat sich ebenso gefreut wenn er in irgendeinem Winkel auf der Welt eine billige Erzeugungsmöglichkeit gefunden hat. Schön langsam werden die Leidtragenden in den ehemals führenden Industrienationen immer mehr. Konsumenten die gerne ein paar Euro mehr für ein T-Shirt oder ein Handy bezahlen würden, wenn es die Fabrik in der sie viele Jahre ihr Geld verdient haben noch geben würde. Und so mancher Unternehmer der eine Industriemesse besucht und sieht mit welchen Preisen die asiatische Konkurrenz auf den Markt strömt wird weiß im Gesicht und kann sich ausrechnen wie lange es sein Unternehmen noch geben wird. Auch ich bin für freien Wettbewerb und einen offenen Markt solange annähernd gleiche Spielregeln für alle gelten. Das heisst:
- annähernd gleiches Einkommen für die Arbeitnehmer
- annähernd gleiche Sozialgesetze
- annähernd gleiche Umweltschutzgesetze
Aber das was jetzt im internationalen Wettbewerb abläuft ist wie ein Zweikampf zwischen einem Schwertkämpfer und einem Soldaten mit Maschinengewehr.

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

Hallooooo? Haben Sie schon geschnallt, dass Apple auch in Fernost produzieren läßt? Was hat also Europa oder die USA davon?

2 0

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

Fast alle US- und europäische Konzerne lassen in Asien fertigen und streichen dicke Gewinne ein, während die lokalen Arbeiter bei miserablen Bedingungen und zu Hungerlöhnen arbeiten.
Wie Sie (vielleicht) wissen, werden auch das IPhone und dss IPad überwiegend in Asien gefertigt und Samsung ist einer der bedeutensten Zulieferer!

Natürlich weiß ich das ...

Es gibt ja fast kein Elektronik-Produkt mehr, das nicht in China gefertigt wird, egal welche Marke. Der Konkurrenzdruck hat westliche Firmen ja dazu gezwungen. Auf diese Weise erfolgt ja der Technologietransfer Richtung Osten. Heute produziert die chinesische Firma xy Produkte für renommierte westliche Unternehmen und morgen kommt sie mit Kopien davon selbst auf den Markt. Natürlich viel billiger. Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind ja nie angefallen. Und ein niedriger Preis ersetzt jedes Marketing. Ich habe auch kein Mitleid mit den westlichen Unternehmern die wie sie sagen dicke Gewinne einstreichen. Aber mit den westlichen Arbeitslosen - und glauben sie mir, langfristig werden es wesentlich mehr, wenn man nichts gegen die gelbe Gefahr unternimmt. Dann müssen sich die besagten Unternehmer halt bemühen ihre Produkte (auch Apple) in China zu verkaufen weil die Europäer und Amerikaner kein Geld mehr haben.

Antworten Gast: gast111
26.08.2012 11:07
1 0

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

die weltwährung heißt USD, um erdöl zu kaufen und das muss fast jedes land, außer es hat selber welches, braucht US dollars um es auf dem weltmarkt zu erwerben, und die länder, die erdöl selbst haben, haben die amis im land und krieg

die großen amerikanischen und europäischen firmen gehen nach asien, weil sie dort billige arbeitskräfte vorfinden und politiker noch korrupter sind als hier und es weder umweltauflagen noch sonst was gibt, im prinzip kann man in bestimmten asiatischen ländern 200 leute für einen von uns hier anstellen, wenn man löhne und arbeitszeit rechnet, bei uns muss ein "arbeitgeber" (arbeitgeber sind eigentlich die konsumeneten und nicht der firmenbesitzer) 3000€ pro AN zahlen, und netto bleiben dem arbeiter keine 1500€, in asien bezahlt man 30€ (brutto ist da quasi netto) für einen arbeiter - sind also 100 arbeiter in asien für einen bei uns, nur in asien arbeiten die doppelt so viele stunden im monat, wie bei uns - daher 200 arbeiter für einen bei uns

warum werden denn dort keine sozialsystem eingeführt, weil sich natürlich großkonzeren dagegen währen udn weile s bei uns genügend leute gibt, die spenden und damit unsere sozialsystem zerstören

wenn ein asiate kleidung braucht gibt es eine hilfsorganisation, braucht einer medikamente gibt es eine hilfsorganisation, das selbe bei umweltproblemen, bei operationen hunger, aids usw

wir rationalisiern bei uns die jobs, löhne, sozialsysteme weg, durch ein vollkommen krankes system der gier

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

selten so einen blödsinn gelesen...

wo sind wir denn jetzt angekommen - haben wir jetzt schon einen geistesgestörten wirtschaftsnationalismus?

apple und samsung sind megaunternehmen... die werden weder ihnen noch mir irgendetwas bringen noch schenken oder auf das wohl irgendeines landes schauen... egal ob aus usa aus taiwan oder japan oder sonstwoher...

warum müssen manche leute immer und überall rechtes gedankengut projizieren... wachen sie auf... sie haben weder von wirtschaft, noch von der welt oder von wissenschaft den hauch einer ahnung...

Eigentlich sollte ich auf ein so tiefes Niveau nicht reagieren ...

Ich denke nicht dass jemand der sich Gedanken um die wirtschaftliche Zukunft Europas oder Amerikas macht geistesgestört oder rechts sein muß. Aber vielleicht habe ich ein Naheverhältnis zum Zusammenhang zwischen meinem persönlichen Wohlstand und europäischen Arbeitsplätzen. Ich habe in meinem bisherigen Leben 10 Autos gekauft, ausschließlich europäische. Mein Handgelenk hat noch nie eine japanische Uhr berührt und auch Textilien kaufe ich soweit als möglich eurpäischen Ursprungs. Der Preis ist dabei sekundär. Für mein Handy würde ich gern mehr bezahlen wenn es aus Europa käme, so wie meine ersten Nokias. Ich will mit meinem Geld europäische Arbeitsplätze sichern nicht asiatische. Weil auch mein Gehalt von einer europäischen Firma kommt. Vermutlich arbeiten sie im öffentlichen Dienst, vielleicht Lehrer. Diese Leute erhalten ihr Geld aus der Staatskasse und nicht von dem was hier erwirtschaftet wird. Sogar dann noch wenn die Staatskasse längst überschulded ist. Daher werden sie den Zusammenhang zwischen Wirtschaft und persönlichem Wohlstand auch nie verstehen.

 
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